MTM – Arbeit produktiv und gesund

Lehrgang Grundlagen Industrial Engineering = MTM-Engineer Wahlmodul

Industrial Engineering (IE) steht für die Planung und Optimierung der Arbeitsabläufe entlang der Prozesskette. Dabei sind technische, arbeitswissenschaftliche, organisatorische, betriebswirtschaftliche und juristische Fragestellungen miteinander verknüpft. Es verfolgt die Absicht, die Produktivität, Wirtschaftlichkeit oder Rentabilität zu verbessern.
Industrial Engineering hat sich als eigenständiger Begriff etabliert und löst damit ursprüngliche Begriffe wie „Arbeitsingenieurwesen“ oder aber „Arbeitsorganisation“ ab. Dies ist nicht damit begründet, dass der Begriff moderner klingt, vielmehr hat sich das Einsatz- und Anwendungsfeld des IE in den vergangenen Jahren erheblich erweitert. Ausschlaggebend dafür ist, dass zunehmend der gesamte Produktentstehungsprozess (PEP) in den Fokus des IE rückt.

Ziel des Lehrgangs ist, die grundsätzlichen Denk- und Arbeitsprinzipien eines zeitgemäßen Industrial Engineering sowie Basismodelle und -methoden zu kennen und im betrieblichen Kontext einordnen zu können. Die Teilnehmer werden durch den erfolgreichen Abschluss der IE-Grundausbildung befähigt, IE-Themen im betrieblichen Umfeld zu identifizieren und Lösungsansätze aufzuzeigen. Darüber hinaus bildet diese Ausbildung eine anerkannte und belastbare Basis für eine weiterführende Qualifizierung im Industrial Engineering.


Inhaltliche Schwerpunkte der Ausbildung sind:
  • Grundsätze und Aufgaben des IE
    • Aufgabenfelder des IE entlang des PEP
    • 6 Grundsätze des IE
    • Rolle des IE als Produktivitätsmanager
  • Grundlagen des IE
    • Produktivitätsbegriff
    • Begriffsgefüge des IE(Arbeitssystem, Ablauf, Prozess, Prozesstyp, Prozessbaustein, Art- und Mengenteilung u. ä.)
    • Beziehungen zwischen Wertschöpfungsstrategie, Produktions- und Arbeitssystem
    • Grundprinzipien der Ablaufoptimierung
  • Rahmenkonzept und Methoden des IE
    • Aufbau und Nutzen von Produktionssystemen
    • ausgewählte Produktionskonzepte
    • ausgewählten Methoden des IE, ProKon, Wertstromdesign, Kostenmanagement, Cardboard Engineering
    • Zusammenwirken von Methoden im IE
  • IE-Daten als Entscheidungsgrundlage
    • Zusammenhang zwischen Durchlaufzeit und Auslastung
    • Ist- und Sollzeit und deren Wesensunterschied
    • Prozessauflösung und Datenqualität
  • Steuergrößen Zeit und Menge
    • Ablauf- und Zeitgliederung
    • Bezugsmengen
  • Ermittlung von Zeitdaten
    • Begriff und Anwendung der Bezugsleistung
    • Zeitermittlungsmethoden (Vergleichen und Schätzen, MMH, Zeitaufnahme, Selbstaufschreibung, Berechnung von Prozesszeiten, Planzeiten)
  • MTM: Prozesssprache und Basismethode des IE

Dauer:
10 Tage

Unterrichtszeiten:
Montag 10:00 bis 17:30 Uhr
Dienstag-Donnerstag 8:00 bis 17:30 Uhr
Freitag 8:00 bis 14:00 Uhr

Zielgruppe:
Mitarbeiter im operativen Produktionsmanagement, in der Arbeitsvorbereitung, Prozessplanung oder KVP-Beauftragte; Fach- und Führungskräfte in den Bereichen Fabrik- und Produktionsplanung, Personalwesen, Qualitätswesen, Einkauf

Zugangsvoraussetzungen
Teilnehmer verfügen über eine technische oder kaufmännische Berufsausbildung oder einen weiterführenden technischen oder betriebswirtschaftlichen Abschluss.

Mitzubringen ist:
-

Ausbildungsgebühr: 
2.190,- €
Sämtliche Arbeitsunterlagen sowie die Kosten für die Abnahme der Prüfung sind in der Gebühr enthalten.
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