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Arbeiten 4.0: Gestaltung der geistigen Arbeit ist ein zentrales Thema der Digitalisierung

Auf dem arbeitspsychologischen Symposium „Arbeiten 4.0 – Arbeitsgestaltung in digitalen Arbeitswelten als interdisziplinäre Gestaltungsaufgabe“ Mitte September in Dresden beleuchteten Prof. Winfried Hacker (TU Dresden), Dr. Ernst A. Hartmann (Institut für Innovation + Technik in der VDI/VDE-IT) und Dr. Thomas Mühlbradt  (Institut der Deutschen MTM-Vereinigung e. V.) Chancen und Herausforderungen der Arbeitsgestaltung in digitalen Arbeitswelten. Die Zahl der Interessenten – mehr als 50 Fach- und Führungskräfte aus Wirtschaft und Wissenschaft nahmen teil – und die rege Diskussion zeigten, dass die Gestaltung geistiger Arbeit ein zentrales Thema in der Digitalisierung ist.

Prof. Hacker stellte den Forschungsstand und -bedarf zur Gestaltung geistiger Arbeit dar. Seine Botschaft: Das Zunehmen mentaler Arbeitsanforderungen erhöht den Bedarf an kognitionswissenschaftlich fundierten, aber praktikablen Vorgehensweisen. Aus Sicht des Instituts für Innovation + Technik stellte Dr. Hartmann aktuelle Technologieprojekte vor und verwies auf Notwendigkeiten und Chancen der interdisziplinären Kooperation zwischen der angewandten Psychologie und den Ingenieurwissenschaften. Dr. Mühlbradt berichtete von praktischen Herausforderungen für das Industrial Engineering angesichts zunehmend kognitiver Arbeitsinhalte und „kognitiver“ Technik und stellte F&E- und Qualifizierungsanforderungen in der Digitalisierung heraus.

Das Symposium war Teil der 10. Tagung der Fachgruppe Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, die unter dem Titel "Human Performance in Socio-Technical Systems" vom 13. bis 15. September in Dresden stattfand.

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