MTM – Arbeit produktiv und gesund

„Basic MTM“ steht hoch im Kurs

12.06.2018
Von Unternehmen gefordert – von Studierenden nachgefragt

Was sollte ich mitnehmen vom Studium? Was nutzt mir am meisten im Berufsleben? Beim sogenannten JobTalk an der Fachhochschule Erfurt, bei dem Studierende mit ehemaligen Absolventen bzw. Young Professionals ins Gespräch kommen, stehen diese Fragen meist ganz oben. Und auch die Antwort fällt laut Michael Herfert, Lehrbeauftragter am Institut proTUL der Fachhochschule Erfurt, im Prinzip immer gleich aus: SAP, Excel – und MTM. Überraschend kommt das für ihn nicht. „Viele Industrieunternehmen erwarten von Mitarbeitern im Bereich Industrial Engineering bzw. der Arbeitsvorbereitung MTM-Kenntnisse als grundlegende Qualifikation“, stellt Herfert fest. „Basic MTM“, ein einzigartiges Ausbildungsangebot der Deutsche MTM-Vereinigung e. V. an Studierende der Ingenieurwissenschaften, der Betriebswirtschaft und des Wirtschaftsingenieurwesens, vermittle praxisorientiertes Fachwissen zur MTM-Methode – direkt eingebettet in das laufende Studium oder innerhalb der vorlesungsfreien Zeit. Auch an der Fachhochschule Erfurt steht die Ausbildung hoch im Kurs.


Tomas Teren ist einer von durchschnittlich 400 Studierenden pro Jahr, die das Angebot an Universitäten und Fachhochschulen wie in München, Dresden, Dortmund, Braunschweig, Amberg-Weiden, Erfurt oder Berlin nutzen. Erste Berührungspunkte mit MTM hatte er während seines Studiums der Produktionstechnologie an der TU Dresden. Im Rahmen einer Belegarbeit sollte er ein Montagesystem entwerfen. Grundlage für die Anordnung der Arbeitsstationen sowie die Ermittlung des Personalbedarfs ist die für jede einzelne Montagetätigkeit erforderliche Zeit. „Diese Zeiten lassen sich mit Hilfe des MTM-Prozessbausteinsystems sehr genau bestimmen“, weiß Teren. Was er auch weiß: dass es bei MTM u. a. darum geht, Arbeits- bzw. Montagesysteme von Anfang an richtig zu gestalten – sowohl im Sinne der Gesundheit des Arbeitnehmers als auch im Sinne der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. „Allerdings habe ich MTM seinerzeit nur laienhaft beherrscht und mich deshalb entschlossen, meine Kenntnisse in der von der Deutschen MTM-Vereinigung e. V. angebotenen Ausbildung zu vertiefen“, erklärt Teren. Letztlich war er einer von 20 Teilnehmern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die in diesem Frühjahr einen Basic-Kurs an der TU Dresden absolvierten.

Hohes Lernpensum und viel Spaß
In diesem zweiwöchigen Kurs wurden die grundlegenden Kenntnisse zu den Prozessbausteinsystemen MTM-1 und MTM-UAS vermittelt. Am Ende jeder Woche legten die Teilnehmer eine schriftliche Prüfung ab. „Das Lernpensum von acht Stunden am Tag war hoch und dennoch hatten wir alle eine Menge Spaß“, beschreibt Teilnehmer Tomas Teren. Das habe hauptsächlich daran gelegen, dass alle freiwillig an dieser Ausbildung teilgenommen haben – und das sei auch der Art und Weise geschuldet, wie Dr. Bernd Britzke, emeritierter Leiter des MTM-Instituts und MTM-Instruktor, den Kurs leitete. „Tagsüber haben wir die Theorie anhand praxisnaher Übungsaufgaben kennengelernt und abends oder am Wochenende haben diejenigen, die es wollten, etwas zusammen unternommen. In dieser kurzen Zeit habe ich neue Freunde gefunden, mit denen ich auch nach dem MTM-Kurs im Kontakt geblieben bin“, berichtet Tomas Teren begeistert.

MTM – universell einsetzbar in jedem Wirtschaftszweig
Im Kurs habe er gelernt, dass „MTM ein bewährtes und mächtiges Werkzeug ist, das bei korrekter Anwendung einen enormen Wettbewerbsvorteil verschafft“. Besonders fasziniert ist Teren von „der universellen Einsetzbarkeit von MTM in jedem Wirtschaftszweig“. Das sei ja auch eines der Hauptanliegen der MTM-Entwickler gewesen: „MTM überall dort einzusetzen, wo bestimmte manuelle oder mechanische Abläufe wiederkehrend vorkommen. Ich denke hier z. B. an Krankenhäuser oder Restaurantküchen.“  Derzeit kommt MTM vor allem in Unternehmen des Fahrzeugbaus, der Zulieferindustrie, des Gerätebaus, der Elektro- und Elektronikfertigung zur Anwendung. „Ich kann die Teilnahme am MTM-Kurs jedem empfehlen, der sich über das Studium hinaus weiterqualifizieren möchte“, betont der Absolvent. Mit erfolgreich bestandener Prüfung und den offiziellen Zertifikaten für MTM-1 und MTM-UAS hat Teren nun auch die Möglichkeit, sich zum Spezialisten in Sachen MTM zu qualifizieren. Wenn er innerhalb von drei Jahren nach Abschluss seines Studiums zusätzlich die Ausbildung MTM-Praktiker erfolgreich abschließt, erhält er die begehrte „Blaue Karte“, den international anerkannten Befähigungsnachweis des MTM-Praktikers.

Die Vorteile von „Basic MTM“ noch einmal auf einen Blick:

  • Der Abschluss ist ein Benefit für den Lebenslauf – viele Unternehmen suchen gezielt Mitarbeiter mit MTM-Ausbildung.
  • Im Fokus jeder MTM-Ausbildung steht das aktive Trainieren der Anwendung der Methode im späteren beruflichen Umfeld.
  • Zur anschaulichen und verständlichen Wissensvermittlung sind hoch qualifizierte Instruktoren mit langjähriger Praxiserfahrung im Einsatz.

Nach dem Sommersemester wieder Kurse im Angebot
Wer sich für eine MTM-Ausbildung interessiert, sollte sich rechtzeitig an seiner Uni zu Terminen informieren. Auch in den kommenden Semesterferien sind an vielen Hoch- und Fachschulen wieder „Basic MTM“-Kurse geplant.

Weitere Informationen zu „Basic MTM“ gibt es auf unserer Website. Als Ansprechpartnerin steht Andrea Hilliger, MTM-Institut, E-Mail: , gern zur Verfügung.

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