MTM – Arbeit produktiv und gesund

„Datenbasiert entscheiden heißt schneller und besser entscheiden“

Wert(e) schöpfen entlang des PEP
Die MTM-Konferenz 2018

Industrie 4.0 hieß noch gar nicht so, da beschäftigte sich der FIR e. V. an der RWTH Aachen als  Interessenverein  im Bereich Industrial Management bereits mit den Herausforderungen der Digitalisierung.  Für Jan Reschke, Leiter Competence-Center Logistik und Bereichsleiter Produktionsmanagement, ist Industrie 4.0  keine Inselaktivität und auch keine Frage allein der Technologie, sondern als Aufgabe eingebettet in die gesamte Digitalisierungs-Roadmap des Unternehmens. Das bedeutet nicht einen bestimmten Bereich – z. B. die Produktion oder die IT – zu fokussieren, sondern die gesamte Organisation, mit dem Menschen im Mittelpunkt. Bei der MTM-Konferenz am 27. April 2018 in Heilbronn gibt Reschke seine Erfahrungen aus der Projekt- und Forschungsarbeit zum erfolgreichen Unternehmen 4.0 an die Teilnehmer weiter.


Das FIR berät seine Mitgliedsunternehmen und Kunden rund um die rechtzeitige und bedarfsgerechte Planung und Steuerung von Ressourcen – alles vor dem Hintergrund der Digitalen Transformation. Woran arbeiten Sie konkret?
Unser Ziel ist es, Unternehmen auf dem Weg der Digitalen Transformation zu unterstützen, indem u. a. Materialfluss und Informationsfluss entlang sämtlicher Geschäftsprozesse miteinander synchronisiert werden. Voraussetzung dafür sind konsistente Stammdaten und ein durchgängiges Datenmanagement. Das beginnt mit der Ermittlung belastbarer Zahlen – z. B. Vorgabezeiten mit MTM –, geht weiter mit der Verarbeitung der Daten und endet mit deren Dokumentation. Die Rechnung ist ganz einfach: je besser die Stammdaten desto besser die Planung, desto besser die Ergebnisse. In MTM haben wir hier einen idealen Partner.

Das lernende, agile Unternehmen ist Ihr Thema bei der MTM-Konferenz 2018. Was hat das mit Daten zu tun?
Daten zu generieren, zu sammeln und dann nur abzulegen, bringt dem Unternehmen nicht viel. Immer wichtiger wird es, z. B. am Shopfloor generierte Daten in alle Richtungen auszuwerten und die Ergebnisse auch anderen Bereichen zur Verfügung zu stellen, sprich als gesamtes Unternehmen aus den verfügbaren Daten zu lernen. Der große Vorteil für das Management: datenbasiert entscheiden heißt schneller und besser entscheiden.

Die Synchronisation von Material- und Informationsfluss haben Sie bereits als Aufgabe genannt. Woran arbeiten Sie und Ihre Kollegen außerdem?
Generell natürlich an der Frage, wie Industrieunternehmen von der Digitalisierung profitieren können. Dazu gehört die Entwicklung von datenbasierten Dienstleistungen und neuen Geschäftsmodellen zum Generieren, Sammeln und Auswerten von Daten. Hier arbeiten wir z. B. mit dem MTM-Softwarehaus zusammen. Wir schauen uns auch die zahlreichen Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Gestaltungsfeldern der Industrie 4.0 an, um eine gleichmäßige Entwicklung der Bereiche zu unterstützen und damit auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit von I4.0-Aktivitäten zu leisten.

Die MTM-Konferenz 2018 adressiert nicht nur große Industrieunternehmen bzw. Konzerne, sondern verstärkt den Mittelstand. Ist Industrie 4.0 schon überall angekommen?
Was das Bewusstsein angeht, etwas tun zu müssen, grundsätzlich ja. Natürlich geht die Entwicklung in Konzernen zügiger voran als in klein- und mittelständischen Unternehmen. Diese verfügen schlicht und ergreifend oft gar nicht über die Ressourcen, sich eingehend mit dem Thema Digitalisierung zu beschäftigen. Aber es gibt in punkto Industrie 4.0 auch keinen Königsweg. Da braucht es individuelle Konzepte – und dabei unterstützen wir.

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