MTM – Arbeit produktiv und gesund

Der Industrial Engineer der Zukunft analysiert in 3D

18.12.2018
Internationale IE-Konferenz bei Bosch

Mehr als 180 Industrial Engineers von Bosch-Standorten in aller Welt nahmen Ende November an der 32nd International Industrial Engineering Conference in Sonthofen (Allgäu) teil. Unter dem Motto „Arbeitssysteme in einer digitalen Welt – der Mensch im Fokus“ lenkten Experten aus verschiedenen Unternehmensbereichen von Bosch den Blick auf neue Lösungsansätze und Best Practice-Beispiele. Die Deutsche MTM-Vereinigung e. V. war mit einem Stand in der Fachausstellung und einem Vortrag in der Konferenz präsent. Außerdem gestalteten Udo Baginski, Bosch, und Dr. Thomas Finsterbusch, MTM-Akademie, gemeinsam einen Workshop zum Thema „Human Work Design“.

Der Mensch in der Industrie 4.0, Produktion im Wandel, integrierte digitale Fertigungsplanung, die Ergonomie-Strategie von Bosch, standardisiertes Arbeiten und die Rolle des Industrial Engineering in der Halbleiterindustrie waren die Schwerpunktthemen des Vortragsprogramms. Dr. Markus Busenbach, Deutsche MTM-Vereinigung e. V., rückte die Zukunft des Industrial Engineering in den Mittelpunkt. „Future of Industrial Engineering: challenges, trends and potentials“ war sein Vortrag überschrieben.

MTM verbindet reale und digitale Welt
Eine standardisierte Methodenplanung ist und bleibt der Schlüssel für exzellente Produktivität. Der Industrial Engineer der Zukunft wird laut Busenbach über MTM die digitale und die reale Welt verbinden und auf Basis von 3D-Simulationen planen. Das heißt, dass neben der Ist- und Soll-Analyse die Simulationsanalyse zunehmend an Bedeutung gewinnt. Basis sind digital erfasste Bewegungsdaten und das neue Prozessbausteinsystem MTM-HWD®, das gleich drei Ergebnisse liefert: Ablaufbeschreibung, Zeit und Ergonomie. Diese Entwicklungen sind die Voraussetzung für die Digitalisierung menschlicher Arbeit.

Mit den Teilnehmern und Experten der IE-Konferenz war sich der MTM-Experte darin einig, dass das Industrial Engineering auch in Zukunft unverzichtbar ist im Unternehmen – und das aus vielen Gründen:                            

  • Vermeiden von ergonomischen Risiken, um den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen zu können
  • Kostenvermeidung und Kostensenkung für eine Weltklasse-Produktivität
  • Transparenz bei der Datengewinnung, um schnell zu richtigen Entscheidungen zu kommen
  • Synchronisation von Mensch und Maschine, um Ausfallzeiten zu vermeiden
  • Simulation und Skalierung für mehr Wettbewerbsfähigkeit
  • Nutzen des Prozess Know-hows für eine sinnvolle Digitalisierung in der Produktion

In der Fachausstellung beantwortete Akademie-Leiter Dr. Thomas Finsterbusch Fragen rund um die neue Ausbildungsstruktur der Deutschen MTM-Vereinigung e.V. (MTM-1 Base und E-Learning), deren betriebliche Integration sowie zum Prozessbausteinsystem MTM-HWD®. Das Unternehmen BOSCH als Gründungsmitglied, Mitglied der Prüfungskommission sowie weltweiter Anwender von MTM-1 setzt hier auf den Ausbildungsstandard der Deutschen MTM-Vereinigung.


Bild oben (v. l.):
Dr. Michael Gebhard, Vice President Development and Coordination of Bosch Production System, Dr. Thomas Finsterbusch, Leiter MTM-Akademie, Dr. Martin Benter, Wissenschaftlicher Mitarbeiter MTM-Institut, und Udo Baginski, Senior Expert Industrial Engineering, Bosch.

Bild unten:
Dr. Markus Busenbach, Deutsche MTM-Vereinigung e. V., bei seinem Konferenzbeitrag zur Zukunft des Industrial Engineering



Kontakt:

Ansprechpartner für die Themen Standardisierte Methodenplanung und 3D-Simulationsanalyse ist Dr. Markus Busenbach, E-Mail:

Ansprechpartner für das neue Prozessbausteinsystem MTM-HWD® und die MTM-Ausbildung ist Dr. Thomas Finsterbusch, E-Mail:


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