MTM – Arbeit produktiv und gesund

EAWS User Group testet Ergonomie Schnellscreening-Verfahren

12.06.2019
Effiziente Identifizierung von Risikoarbeitsplätzen

Die sachgerechte Anwendung und Weiterentwicklung des Verfahrens EAWS (Ergonomic Assessment Worksheet) – der internationale Bewertungsstandard für physische Belastungen am Arbeitsplatz – und die Integration leistungsgewandelter Mitarbeiter in der getakteten Linie standen im Mittelpunkt des jüngsten Präsenztreffens der EAWS User Group Deutschland im Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Wildau. Neben den bereits seit Jahren aktiven Mitgliedsunternehmen Brose, imk automotive, Miele, Stihl und Volkswagen waren auch die im vergangenen Jahr hinzugekommenen Unternehmen BSH, Siemens und SMA Technologies vertreten.


Mit EAWS werden die an einem Arbeitsplatz vorhandenen Belastungsarten in ihrem Zusammenwirken – also Körperhaltung, Aktionskräfte und Lastenhandhabung sowie Belastungen aus Tätigkeiten mit hoher Wiederholhäufigkeit – erfasst und bewertet. Ergebnis ist die physische Gesamtbelastung, der ein Mitarbeiter ausgesetzt ist. Auf Grundlage von EAWS entwickelte die Deutsche MTM-Vereinigung e. V. ein Schnellscreening zur effizienten Identifizierung von Risikoarbeitsplätzen. Dr. Steffen Rast, Fachbereichsleiter Ergonomie, Deutsche MTM-Gesellschaft mbH, stellte den aktuellen Stand vor. Manuela Ostermeier, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am MTM-Institut, die die User Group koordiniert, verwies an dieser Stelle auf die geplante Ablösung der bisherigen Excel-Version des Schnellscreening-Verfahrens durch eine cloudbasierte Software-Lösung – analog zu MTM-EasyTime zur Kalkulation von MTM-Richtzeiten. Sobald MTM-EasyErgonomics, so der Name des digitalen Schnellscreening-Tools, zur Verfügung steht, hat die EAWS User Group Gelegenheit das Produkt zu testen.

Ergonomiekonzept bei Brose
Im Mittelpunkt des Vortrags von Jens Makareinis, Industrial Engineering bei Brose, stand das Ergonomiekonzept des Unternehmens. Ein weiteres Thema, das die User Group in Wildau diskutierte, ist die Integration von leistungsgeminderten und leistungsgewandelten Mitarbeitern in der getakteten Fertigung. Resul Taner aus dem Industrial Engineering bei BSH erläuterte, welche Kriterien definiert werden sollten bzw. müssen, um Meistern oder Schichtleitern die Zuordnung eines leistungsgeminderten oder -gewandelten Mitarbeiters zu einem geeigneten Arbeitsplatz zu erleichtern.

Das nächste Präsenztreffen findet im November dieses Jahres bei Schaeffler statt, ein weiteres neues Mitglied der EAWS User Group.

Unternehmen, die an einer Mitarbeit interessiert sind, wenden sich an Manuela Ostermeier, MTM-Institut, E-Mail:

 

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