MTM – Arbeit produktiv und gesund

2. Internationale Ergonomie-Konferenz zur Bewertung gesundheitlicher Risiken am Arbeitsplatz

Standardisierung von EAWS im Fokus

Die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen hängt zunehmend davon ab, in welchem Maße es gelingt, frühzeitig Risiken für die Gesundheit der Mitarbeiter zu erkennen, diese Risiken zu bewerten und von den Ergebnissen geeignete Maßnahmen abzuleiten. Vor diesem Hintergrund diskutierten am 27. und 28. November 2012 in Darmstadt Fach- und Führungskräfte aus ganz Europa die Weiterentwicklung, Standardisierung und internationale Verbreitung des Ergonomie-Tools EAWS (Ergonomic Assessment Work Sheet) zur Beurteilung biomechanischer Belastungen am Arbeitsplatz. Die zweite Internationale Ergonomie-Konferenz wurde wie die Erstausgabe im Vorjahr vom Institut für Arbeitswissenschaft der TU Darmstadt (IAD), der International Ergonomics Association (IEA) und MTM veranstaltet.

Den ersten Konferenztag nutzten die mehr als 60 IE- und Ergonomie-Beauftragten für ein Warm-up bezüglich EAWS und der Integration entsprechender Softwarelösungen in das Betriebssystem. Prof. Dr. Ralph Bruder, Leiter des IAD, hielt eingangs des zweiten Konferenztages fest, dass Experten aus allen Wissenschaftsbereichen früh ins Boot genommen werden sollten, wenn es um die Planung von Arbeitssystemen geht. Dass die Ergonomiebewertung mit EAWS eine geeignete Methode ist, habe sich mit der Anwendung in vielen, auch global agierenden Unternehmen bereits gezeigt. „Aber wir können uns nicht zurücklehnen: Die Validierung ist wichtig!“, betonte er. Dass Fach- und Führungskräfte intensiver in die Materie eintauchen, hält Bruder für unabdingbar. „Sie brauchen Leute, die ein grundlegendes Verständnis von Ergonomie haben, Sie brauchen Experten“, resümierte er. Ergonomic Assessment sei nicht irgendein Anhängsel, sondern Teil der Unternehmensphilosophie. Die Frage sei nun, wie dieser Gedanke noch besser in den Unternehmen verankert werden kann.

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