MTM – Arbeit produktiv und gesund

Flexibler agieren: Kick-off für Forschungsprojekt AIM

Am 9. August 2016 fiel der Startschuss für AIM (Arbeitsassistenzsystem für die Individualisierung von Arbeitsgestaltung und Methodentraining), ein Verbundprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zur Entwicklung präventiver Maßnahmen für die sichere und gesunde Arbeit von morgen. Ziel des bis 2019 laufenden Forschungsprojekts ist der dauerhafte Erhalt der Anpassungs- und Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeitern vor dem Hintergrund immer kürzerer Produktlebenszyklen und sich permanent ändernder Kundenbedarfe.

Mittel zum Zweck sind Smart Devices, d. h. mobile und vernetzte elektronische Geräte wie z. B. Smartphones, Tablet PCs oder auch Datenbrillen, die dem Mitarbeiter prozessrelevante Informationen in Echtzeit bereitstellen und ihm erlauben, schnellst- und bestmöglich mit variierenden Arbeitsbedingungen, Arbeitsaufgaben und Anforderungen umzugehen. Das Projekt AIM will den Einsatz von Smart Devices als neue Komponente...

...des betrieblichen Gesundheitsmanagements zu fördern. Mit Hilfe von Smart Devices können nämlich neben der Vermittlung von Informationen auch Bewegungs- und Prozessparameter erfasst werden, die zur Gestaltung eines individuellen Trainingskonzepts beitragen. Das Konzept basiert auf systemdynamischen Ansätzen aus den Sportwissenschaften und legt den Schwerpunkt auf abwechslungsreiche Übungen, die die Einsatzflexibilität der Mitarbeiter in der Produktion erhöhen.

MTM bringt sich mit Human Work Design ein
Konsortialpartner im Verbundprojekt sind die Continental Automotive GmbH, die Deutsche MTM-Vereinigung e. V., das Institut für Produktionssysteme und das Institut für Sport und Sportwissenschaft der TU Dortmund und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Die IG Metall, der Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württemberg e.V. und die Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) agieren als assoziierte Partner. Für MTM nahm Prof. Dr. Peter Kuhlang, Leiter MTM-Institut und -Akademie, am Kick off in Dortmund teil. Er informierte die Projektpartner zum Beitrag, den MTM bereits bei der Entwicklung der Systematik leisten kann. Da geht es zum einen um das Know-how des MTM-Softwarehauses in Sachen Programmierung unter Windows und SAP bzw. die Entwicklung einer Mobile Device-Software. Zum anderen bringt MTM mit Human Work Design, eine standardisierte Prozessbeschreibung für die methodische und biomechanische Bewertung von manuellen Arbeitsabläufen, eine zusätzliche Ergonomie-Perspektive ins Spiel. 

Das erste Arbeitstreffen zu AIM findet Ende November bei Continental in Limbach-Oberfrohna statt.

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