MTM – Arbeit produktiv und gesund

IT-Lösungen für die Industrie 4.0: Kommunikation ist eine Grundvoraussetzung für Erfolg

Für die Implementierung eines durchgängigen Planungsprozesses in die Systemlandschaft eines Unternehmes braucht es hoch funktionale Softwarelösungen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Organisation. Das MTM-Softwarehaus und die Deutsche MTM-Beratungsgesellschaft stellten diese Prämisse einem gemeinsamen Workshop im Rahmen der diesjährigen MTM-Anwenderkonferenz voran. TiCon-Anwender und Interessenten informierten sich über das konkrete Vorgehen bei der Arbeitsplanung mit TiCon4, der neuen MTM-Software-Generation.

Eine wesentliche Leistung der in vielen Unternehmen verwendeten PPS/ERP-Systeme ist das Verwalten von Arbeitsplänen inklusive der Personal- und Rüstzeiten. Nachvollziehbare, valide Zeiten wiederum sind elementare Voraussetzung für ein durchgängiges Datenmanagement in der vernetzten Produktion, der Industrie 4.0. Die Ermittlung dieser Zeiten erfolgt häufig mit MTM (Methods-Time Measurement), dem internationalen Standardverfahren zur Kalkulation von Planzeiten. Das spart Zeit und Kosten für korrektive Maßnahmen nach SOP. Das Besondere an der neuen IT-Lösung TiCon4 ist die lose Kopplung der modularen Programmkomponenten über die verschiedenen Schichten hinweg. TiCon4 ermöglicht so eine vollständige Integration, z. B. in ein ERP-System, bis hin zum Datenzugriff. Das TiCon4-Konzept mit seinen Modulen öffne den Weg zur digitalen Vernetzung der Produktion, betonte Manfred Laier, Geschäftsfeldleiter Software. Heike Rost, Leiterin Software-Support, stellte den Teilnehmern an einem konkreten Produktbeispiel den Prozess der Arbeitsplanung in TiCon4 vor – von der Arbeitsplan-Erstellung über die Zuordnung von Stücklistenpositionen bis hin zur Austaktung. Dabei wurden Unternehmensvorgaben wie Rahmenbedingungen der Montagelinie und geplante Losgrößen berücksichtigt. Das Beispiel zeigte auch, auf welche Optimierungsmöglichkeiten MTM hinweist und wie diese durch den TiCon-Einsatz direkt quantifizierbar werden.

Doch nicht die Software allein macht eine erfolgreiche Planung aus. Neben der bestehenden IT-Landschaft im Unternehmen ist die Organisationsstruktur ein wesentlicher Aspekt im Planungsprozess. Das heißt: Sind auch wirklich alle Beteiligten im Boot, von der Produktentwicklung über die Fertigung bis zum Einkauf? Wie arbeiten die Beteiligten im Planungsprozess zusammen? Sind die Verantwortlichkeiten festgelegt, die Regeln der Zusammenarbeit? Gibt es Transparenz in den Schnittstellen und wer hat die Kontrollfunktion über alles inne? Wenn diese Fragen nicht geklärt seien, nütze die beste Software nichts, stellte Markus Busenbach, Bereichsleiter Process Excellence der MTM-Gesellschaft, fest. Die Empfehlung zur Organisation lautete: Kommunikation, Kommunikation, Prozessorganisation!

Zur IT-Landschaft gab es die Empfehlung,

• zuerst für vollständige, aktuelle und widerspruchsfreie Prozessdaten zu sorgen,
• diese Daten dann intelligent zu vernetzen,
• Redundanzen zu reduzieren bzw. zu kontrollieren,
• fachspezifische Lösungen sinnvoll zu integrieren und
• Dokumente und Reports direkt aus vorhandenen Daten zu erzeugen.

Zentrales Ziel müsse es sein, Systemfunktionalitäten zu einem einzigen virtuellen IT-Unternehmenswerkzeug verschmelzen.

Wenn auch Sie sich für TiCon und die vielfältigen Möglichkeiten der MTM-Softwarelösungen interessieren, wenden Sie sich an Sebastian Held, Sales Manager MTM-Software, E-Mail: Sebastian.Held@dmtm.com.

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