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KOSTAL: Mechatronik-Azubis übernehmen PALM4.Q-Teilprojekt

Das Forschungsprojekt PALM4.Q zu prozess- und arbeitsnahem Lernen in der Montage, in dem das Unternehmen Leopold Kostal GmbH & Co. KG in Lüdenscheid und die Deutsche MTM-Vereinigung e. V. zusammenarbeiten, generiert über den Projektumfang hinaus Synergieeffekte. Eines der Ziele von PALM4.Q ist der Aufbau eines Trainingscenters, das als Lern- und Entwicklungsumgebung für Qualifizierungskonzepte in der Montage dient. Bereits im September 2017 konnten die ersten KOSTAL-Mitarbeiter das neue Angebot nutzen. Für das Trainingszentrum wurden verschiedene Stationen definiert, eine davon ist die Prüfstation. Im Forschungsteam entstand die Idee, die Gestaltung der Prüfstation zur Abschlussaufgabe für die Auszubildenden im Fach Mechatronik zu machen.

Die Aufgabenstellung für die Azubis lautete, eine Prüfstation zu entwickeln, welche die Mitarbeiter anhand einer haptischen Prüfung an einem Sitzverstellschalter für die Thematik sensibilisiert. Durch den Prüfablauf geführt werden sollten die Mitarbeiter per Bildschirm. Zu den Rahmenbedingungen gehörte außerdem, dass der KOSTAL-Standard-Prüfarbeitsplatz sowie die KOSTAL-Standard-Software für die Testabläufe zu verwenden sind, so dass der Mitarbeiter die gleichen Bedingungen wie auf dem Shopfloor vorfindet. Außerdem sollte das Projekt eigenverantwortlich von den Auszubildenden durchgeführt werden.

Komplexität der Aufgabe mit Bravour gemeistert
Die Übergabe der Prüfstation erfolgte Anfang Februar dieses Jahres, nachdem die Auszubildenden auch ihre praktische Abschlussprüfung bestanden hatten. Thomas Zöller, Analyseprozesstechniker bei KOSTAL und Ideengeber dieses Projektteils, äußert sich besonders positiv: „Ein schwieriges Projekt für die Auszubildenden, das sie mit Bravour gemeistert haben!“ Ein Prüfgerät in dieser Komplexität zu bauen sei eine Herausforderung und normalerweise für ein Prüfungsaufgabe für Azubis zu kompliziert. „Aber wie sagte Albert Einstein? Persönlichkeiten werden nicht durch schöne Reden geformt, sondern durch Arbeit und Leistung“, stellt Zöller fest.

Bedingungen wie auf dem Shopfloor
Auch die Leiterin des Forschungsprojektes seitens KOSTAL, Christina Hesse, lobt das Projekt der Auszubildenden: „KOSTAL als Unternehmen konnte durch die Zusammenarbeit nur gewinnen. Die Azubis bekamen die Gelegenheit sich mit einer praxisrelevanten Aufgabe zu beschäftigen, die zum einen dauerhaft eingesetzt wird und zum anderen den realen Bedingungen auf dem Shopfloor entspricht. Das Projektteam wiederum konnte mit einer zeitnah realisierten Station – außerhalb des eigentlich priorisierten Produktionsgeschehens – für das Trainingscenter rechnen.“

 

Im Bild (v. l.): Thomas Zöller, die Azubis Joschua Szafranski und Eduard Harms, Peter Zeisberg

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