MTM – Arbeit produktiv und gesund

Marquardt: Die Potenziale liegen in der frühen Phase des PEP

50 Jahre MTM-Anwendung im Unternehmen

Die Marquardt GmbH, ein weltweit führender Hersteller von Schaltsystemen u. a. für Fahrzeuge, Elektrowerkzeuge und Haushaltsgeräte mit rund 10.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von mehr als 1 Mrd. Euro, ist eines der ältesten Mitgliedsunternehmen der Deutschen MTM-Vereinigung e. V. Seit 50 Jahren nutzt das Familienunternehmen aus dem schwäbischen Rietheim-Weilheim die Prozessbausteinsysteme MTM-1, MTM-UAS und MTM-Logistik sowie das MTM-basierte Verfahren ProKon (Produktionsgerechte Konstruktion) und die MTM-Software TiCon zur Gestaltung und Optimierung des Arbeitssystems. Der MTM-Standard ist mittlerweile nicht nur bei Marquardt hierzulande, sondern vor allem auch an Standorten wie Rumänien, Tunesien, Mazedonien, USA, Mexiko, China und Indien gefragt, wo der Anteil an manueller Montage mit etwa 80 Prozent noch weit höher ist als in Deutschland
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MTM-Key User weltweit eingesetzt
Karl Jung, verantwortlich für den Bereich Time Study und seit 16 Jahren bei Marquardt tätig, ist ausgebildeter MTM-Praktiker. Er kümmert sich u. a. um die interne Ausbildung der MTM-Key User auch an den internationalen Standorten. In jedem Werk weltweit gibt es mittlerweile eine Industrial Engineering-Abteilung, die die Standard-Abläufe festlegt und MTM-Key User benennt. Eine der wichtigsten Aufgaben des in MTM ausgebildeten Teams der Marquardt-Gruppe sei es, den Mitarbeitern den Nutzen der Bewertung und Gestaltung mit MTM nahezubringen und ein unternehmensweit einheitliches Denken und Handeln zu forcieren.

Transparenz ist das A und O
„MTM ist seit mehr als 50 Jahren ein wichtiger Baustein für Marquardt, um Produktlinien optimal auszulegen und hinsichtlich ihrer Effizienz immer wieder auf den Prüfstand zu stellen“, betont Jung. Deshalb sei es auch so wichtig, dass Mitarbeiter von der Fertigungsplanung über die Kalkulation und Konstruktion bis hin zu Fertigung und Controlling in der Lage sind, eine mit MTM-UAS erstellte Planungsanalyse (MTM-UAS ist das bei Marquardt am meisten eingesetzte Prozessbausteinsystem) zu lesen und Veränderungen allein anhand der von der Analyse abgeleiteten Kennzahlen nachvollziehen zu können. „Transparenz ist das A und O“, so Jung.

Bis zu 15 Prozent mehr Wertschöpfung mit ProKon
Die ganzheitliche Arbeitsgestaltung mit MTM impliziert die ergonomiegerechte Gestaltung von Arbeitsplätzen. „Ergonomie“, sagt Karl Jung, „gewinnt auch bei Marquardt immer mehr an Bedeutung.“ Dazu gehöre es, diejenigen Mitarbeiter, die z. B. schwere Baugruppen für Batterie Management Systeme händeln müssen, wirkungsvoll zu entlasten. Auch das Thema Produktionsgerechte Konstruktion (ProKon) ist bei Marquardt längst angekommen. „Wir haben schnell erkannt, dass gerade in der frühen Phase des Produktentstehungsprozesses, also schon in der Produktentwicklung, große Potenziale liegen“, beschreibt Karl Jung. Seit etwa fünf Jahren beschäftigen sich interdisziplinäre Teams bei Marquardt vor der eigentlichen Fertigungsplanung mit der Identifizierung von Montageerschwernissen von Produkten. Nicht jedes Potenzial lasse sich auch heben, sagt Jung, aber die Wertschöpfung könne mit ProKon um bis zu 15 Prozent gesteigert werden.

Als Softwarelösung ist bis dato TiCon3 im Einsatz. Das Unternehmen denkt aktuell darüber nach, auf TiCon für SAP umzusteigen. Ziel ist es, das Controlling aller Gestaltungsmaßnahmen schnittstellenfrei im eigenen Betriebssystem und damit wesentlich effizienter zu bewerkstelligen.


Ansprechpartner
zum Produktivitätsmanagement mit MTM ist
Ralf Jaehnke, Deutsche MTM-Gesellschaft mbH, E-Mail:

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