MTM – Arbeit produktiv und gesund

"Mit MTM-HWD® kommt das IE im Zeitalter der Digitalisierung an"

12.06.2018
Neue Ausgabe der ifaa-Schriftenreihe „Leistung und Entgelt“

Das aktuelle Heft der Schriftenreihe „Leistung und Entgelt“ des Institut für angewandte Arbeitswissenschaft e. V. (ifaa) ist dem neuen Prozessbausteinsystem MTM-HWD® gewidmet. MTM-HWD® vereint erstmals methodische und ergonomische Arbeitsgestaltung in nur einem Schritt.

Während die klassischen MTM-Bausteinsysteme vorranging vom Arbeitsplaner eingesetzt werden, ist HWD® (Human Work Design) auf die Nutzung durch mehrere Funktionsbereiche ausgelegt: von der Zeitwirtschaft über die Ergonomie/das Betriebliche Gesundheitsmanagement/den Betriebsarzt, die Produktentwicklung und Konstruktion bis hin zu Personalabteilung und Verbesserungsmanagement. Der große Vorteil: Es gibt nur eine Analyse, aber drei Ergebnisse: Ablaufbeschreibung, Zeit und Ergonomie.

Vom SvZ zur modernen Prozesssprache
In „Leistung und Entgelt“ sind neben der Motivation zur Entwicklung des neuen Prozessbausteinsystems der aktuelle Stand und die Erfahrungen aus ersten Praxistests zusammengestellt. Im Fokus steht der Wandel von MTM weg von einem System vorbestimmter Zeiten (SvZ) hin zu einer modernen Prozesssprache zur fundierten Beschreibung und Bewertung von Arbeit. Letzteres ist auch die Grundlage für die Gestaltung produktiver und ergonomiegerechter Arbeit – eine zentrale Aufgabe für Arbeitgeber und Arbeitnehmervertreter.

Humanorientierte Arbeitsgestaltung mit HWD®
Prof. Dr. Peter Kuhlang, Leiter des MTM-Instituts und Autor des neuen Heftes, legt besonderes Augenmerk auf die Chancen, die sich mit der Digitalisierung ergeben. Wie keine andere Prozesssprache derzeit erfülle MTM-HWD® die Anforderungen an humanorientierte Arbeitsgestaltung. Darüber hinaus stünden auch die Technologien zur Verfügung, mit dieser Sprache effizient umgehen zu können – was bei der Entwicklung z. B. von MTM-UAS noch nicht der Fall war. „MTM-HWD® ist in der Lage entscheidend mitzuhelfen, das Industrial Engineering im Zeitalter der Digitalisierung ankommen zu lassen, da es den elementaren und wichtigen Rohstoff des digitalen Zeitalters – Daten und Informationen – liefert und diesen zudem noch strukturiert“, betont Kuhlang. Der strategische Ansatz HWD® und das neue Prozessbaustein MTM-HWD® seien geeignete Instrumente, um den Herausforderungen der Digitalen Transformation begegnen zu können, so Kuhlang. „Dieser Ansatz führt zu einem Wandel im Verständnis von Industrial Engineering: nämlich hin zu einem Kompetenzträger für produktive und ergonomiegerechte Arbeit.“

Das Heft „Produktive und ergonomiegerechte Arbeit – Von der Prozesssprache MTM über die Ergonomiebewertung zu Human Work Design“ ist beim Institut für angewandte Arbeitswissenschaften und auch über die Deutsche MTM-Vereinigung e. V. erhältlich.

Ihre Ansprechpartnerin ist Andrea Hilliger, MTM-Institut, E-Mail:


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