MTM – Arbeit produktiv und gesund

Personalbedarfsermittlung für die Zeitungszustellung

Wie aufwändig ist es, eine Zeitung an den Mann zu bringen?

MTM funktioniert überall – in der verarbeitenden Industrie ebenso wie in Organisation, Verwaltung und Dienstleistung. In vielen Projekten quer durch die Branchen hat sich gezeigt, dass das MTM-Methodenportfolio mit dem Fokus auf der Analyse, Strukturierung, Modellierung und Simulation von Abläufen und Geschäftsprozessen Arbeits- und Personalplaner im Tagesgeschäft, aber auch bei strategischen Entscheidungen wirkungsvoll unterstützt. Denn: Es zählen der objektive Sachverhalt und nicht der subjektive Eindruck sowie ein gemeinsames Grundverständnis aller Beteiligten darüber, wozu und unter welchen Bedingungen ein Arbeitsergebnis zu erbringen ist, welche Einflussgrößen und Schnittstellen es gibt. Dieses Alleinstellungsmerkmal von MTM war ausschlaggebend für einen großen deutschen Zeitungsverlag, gemeinsam mit der Deutschen MTM-Gesellschaft mbH ein für das Unternehmen besonders wichtiges Thema in den Fokus zu nehmen: die analytische Ermittlung des Personalbedarfs für die Zeitungszustellung. Hintergrund war die Einführung des...

...Mindestlohns und eine damit verbundene Umstellung des Entlohnungssystems; Ziel war die Entwicklung eines Kalkulationsschemas  zur Berechnung der notwendigen Arbeitsaufwände in den verschiedenen Bezirksklassen. Im Projekt wurden die Steck-, Rüst- und Wegezeiten erfasst und die Einflussgrößen auf die Tätigkeit des Zustellers betrachtet.

Die Tätigkeit eines Zeitungsausträgers exakt zu beschreiben, also eine Ist-Analyse vorzunehmen, bedeutete für die MTM-Projektingenieure, Zusteller in drei deutschen Städten auf ihrer zwischen 2 und 3 Uhr morgens startenden Tour zu begleiten. Wie sich schnell herausstellte, gibt es viele verschiedene Szenarien der Zustellung und damit auch unterschiedliche Abläufe und Zeiten. Zunächst einmal müssen die Zeitungen bzw. Briefe im Verlag sortiert und die Taschen der Zusteller entsprechend befüllt werden – das schlägt sich z. B. in der Rüstzeit nieder. Dann sind die Zeitungsausträger zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Auto oder auch mit einer Kombination aus allem unterwegs. Hier stellt sich die Frage, ab wie viel Meter Weg sich welches Fortbewegungsmittel lohnt. Nicht immer führt der Weg des Zustellers von der Straßenmitte direkt bis zum jeweiligen Haus, hier und da ist auch noch eine Gartentür oder eine Treppe zu überwinden. Mal findet der Zusteller einen Briefkasten mit Schlitz vor, mal ein Zeitungsrohr. Und auch das zu befördernde Gewicht und die Niederschlagshäufigkeit – Faktoren, die sich auf die sachlichen und persönlichen Verteilzeiten auswirken – waren Themen für die Analyse.

Im Ergebnis ist eine verlässliche Datengrundlage entstanden, aus der für die Personalabteilung und auch das Controlling klar ersichtlich ist, welche Aufwände es erfordert, um das jeweilige Medium an den Mann zu bringen. Dieser objektive Sachverhalt ist wiederum die Grundlage für eine gerechte, dem tatsächlichen Umfang der Tätigkeit entsprechende Entlohnung des einzelnen Zustellers. Neben einer durchschnittlichen Steckzeit pro Haushalt und einer durchschnittlichen Wegezeit pro neu definierter Bezirksklasse wurde auch eine einheitliche Rüst- bzw. Sortiermethode festgelegt.

Wenn Sie mehr zur MTM-Anwendung in Organisation, Verwaltung und Dienstleistung wissen wollen oder ein konkretes Projekt zu Personalbemessung, Durchlaufzeiten oder Personal- bzw. Prozesskosten planen, dann schicken Sie einfach eine E-Mail an Markus Busenbach, Bereichsleiter Process Excellence, Markus.Busenbach@dmtm.com. Wir unterstützen Sie gern.


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