MTM – Arbeit produktiv und gesund

Siemens, Miele, Brose und andere testen MTM-ProKonE

Ergonomisches Risiko reduzieren und Kosten vermeiden

Ist das ergonomische Risiko eines Produktionsprozesses schon in der Konstruktionsphase beeinflussbar? Lassen sich Kosten bereits in der Produktentwicklung vermeiden? Die Partner des Entwicklungsprojektes MTM-ProKonE – Miele & Cie. KG Gütersloh (Weiße Ware), Brose (Automotive) und Deutsche MTM-Vereinigung e. V. – haben diese Fragen klar mit Ja beantwortet. Nach erfolgreichen Praxistests ist die neue MTM-Methode, die das MTM-basierte Verfahren zur produktionsgerechten Konstruktion (ProKon) mit der Ergonomiebewertung auf Basis EAWS (Ergonomic Assessment Worksheet) verbindet, auch bei anderen Unternehmen auf großes Interesse gestoßen. Denn: MTM-ProKonE (Produktionsgerechte Konstruktion Ergonomie) befähigt den Anwender, sowohl die Montagefreundlichkeit eines Produktes als auch das ergonomische Risiko des Montageprozesses bereits in der Entwicklungs- bzw. Konstruktionsphase zu bewerten und so Kosten für nachträgliche Verbesserungen zu vermeiden.


An der Pilotschulung Ende vergangenen Jahres nahmen Industrial Engineers bzw. Konstrukteure von Siemens, ABUS Kransysteme, Dehn+Söhne, SMA Technology, Marquardt, Deutsche Bahn, Dräxlmaier, Brose und Miele teil. Alle Unternehmen werden MTM-ProKonE in den kommenden Monaten in der Produktentwicklung bzw. Konstruktion einsetzen. Dr. Steffen Rast, Fachbereichsleiter Ergonomie, Deutsche MTM-Gesellschaft mbH, ist überzeugt, dass auch die weiteren Praxistests den Nutzen der Verknüpfung von Konstruktion und Ergonomie bestätigen werden.

MTM-ProKonE basiert auf dem etablierten MTM-basierten Verfahren ProKon (Produktionsgerechte Konstruktion). ProKon wird von Fertigungsplanern und Konstrukteuren im Entwicklungsprozess eines Produktes genutzt, um konstruktive Lösungen hinsichtlich ihrer Montagegerechtheit in späteren Produktionsphasen zu bewerten. Die Projektpartner entwickelten dieses Verfahren gemeinsam zu MTM-ProKonE weiter.

MTM-ProKonE für die neuen Gerätegenerationen
Bei Miele ist ProKon durchgängig im Produktentstehungsprozess (PEP) im Einsatz. „Es trifft uns immer wieder in der Fertigung, dass wir hohe Fügekräfte haben und im Nachgang dann mit Hilfsmitteln oder konstruktiven Änderungen zusätzliche Kosten erzeugen“, stellt Ralf Graute, Industrial Engineering, Werk Gütersloh, fest. Deshalb müsse man bereits in der Produktentstehung ergonomische Risiken ausschließen. Bei den nächsten Gerätegenerationen wird MTM-ProkonE als neue Methode eingesetzt, um weiter Erfahrungen zu sammeln.

Ein Beispiel für den Einsatz für MTM-ProKonE bei Miele:

 

Der Nutzen von MTM-ProKonE auf einen Blick:

  • Berücksichtigung der ergonomischen Verhältnisse bereits in der Phase Konstruktion/Design auf Basis EAWS (Ergonomic Assessment Worksheet)
  • Ermittlung von Richtzeiten der zukünftigen Montage/Fertigung auf Basis der statistisch gesicherten ProKon-Einheiten
  • Orientierungshilfe bzgl. der Entscheidung zur „Idealkonstruktion“ mittels einer Kennzahl: ergonomisch unbedenklich auf Basis Kombination EAWS und ProKon
  • Intensivierung der interdisziplinären Zusammenarbeit – vorrangig zwischen Konstruktion und Planung


Kontakt:

Unternehmen, die MTM-ProKonE anwenden möchten, wenden sich an: Dr. Steffen Rast, Fachbereichsleiter Ergonomie, Deutsche MTM-Gesellschaft mbH, E-Mail:

Die nächsten Ausbildungstermine für MTM-ProKonE erfragen Sie bitte bei der MTM-Akademie, E-Mail:            

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